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LEBEN :::> Empathie Einfühlungsvermögen

 
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freelancer
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Anmeldungsdatum: 25.05.2005
Beiträge: 487
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: Mo. 30-Apr-2007 (16:35)    Titel: LEBEN :::> Empathie Einfühlungsvermögen Antworten mit Zitat

LEBEN & DENKEN :::>
Empathie Einfühlungsvermögen Spiegelneuronen Mitfühlen (Fremde) Scham Mitschämen


Zitat:
Empathie

http://de.wikipedia.org/wiki/Empathie

Als Empathie (westlicher gräzisierter Fachterminus (Kunstwort) εμπάθεια als Übersetzung von deutsch
„Mitfühlen“, „Einfühlung“[1]; falscher Freund im Griechischen mit den dortigen Bedeutungen „Vorurteil“,
„Gehässigkeit“[2]; stattdessen dort Verwendung von συμπάθεια, „Sympathie“) bezeichnet man
die Fähigkeit eines Menschen, sich kognitiv in einen anderen Menschen hineinzuversetzen,
seine Gefühle zu teilen und sich damit über sein Verstehen und Handeln klar zu werden
(Einfühlungsvermögen). Der Begriff wird im deutschen Sprachraum seit dem Ende der 1960er
Jahre von Psychologen, Pädagogen, Seelsorgern, Psychotherapeuten und Soziologen verwendet.

Perspektivenübernahme
Perspektivenübernahme ist eine Technik bzw. Fähigkeit aus der Sozialpsychologie,
bei der man sich in die Rolle und Position eines anderen hineinversetzt und versucht,
die Welt aus dessen Sicht zu sehen.

Außerdem wird darunter die Fähigkeit verstanden, auf andere Werthaltungen und Normen
einzugehen, sie in die Person integrieren und neue soziale Rollen annehmen zu können
(vgl. Tausch (Soziologie).

Wesentlich dabei ist, dass der eigene Affektzustand dem Gefühlszustand einer anderen Person entspricht.
Dies wird dadurch ausgelöst, dass man die Perspektive der anderen Person einnimmt - „in ihre Haut schlüpft“
- und so ihre emotionalen und anderen Reaktionen begreifen kann. Dies gelingt teilweise sogar in extremen
Situationen. Beispielsweise wird in Anti-;]-Therapien die Fähigkeit von (potenziellen)
Gewalttätern gefordert, sich empathisch in ihre Opfer hineinzuversetzen.

Das Wissen zur Empathie kann ökonomisch in der Verkaufspsychologie und Bildung
eines funktionierenden Teams genutzt werden.

Empathie ist eine existenzielle Grundvoraussetzung zum Schauspielen.
_______________________________________________________________________________________

Zitat:
Spiegelneuron

http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelneuron

Spiegelneurone (auch: Spiegelneuronen) sind Nervenzellen, die im Gehirn während der Betrachtung
eines Vorgangs die gleichen Potenziale auslösen, wie sie entstünden, wenn dieser Vorgang
nicht bloß (passiv) betrachtet, sondern (aktiv) gestaltet würde.

Sie wurden vom Italiener Giacomo Rizzolatti und seinen Mitarbeitern bei Affen im Tierversuch entdeckt.
In diesen Untersuchungen fiel auf, dass Neuronen im Feld F5c des Großhirns dann reagierten,
wenn zielmotorische Hand-Objekt-Interaktionen durchgeführt oder bei anderen – zumindest
anatomisch ähnlichen – lebenden Individuen beobachtet wurden.

Ihren Platz haben diese Zellen unter anderem im prämotorischen Cortex von Makaken.
Auch bei Menschen konnten diese Neuronen z.B. im Broca-Zentrum nachgewiesen werden,
das dem genannten Areal homolog und für die Sprachverarbeitung bedeutsam ist.
Es wird derzeit ein ganzes System von Spiegelneuronen angenommen.

Bezug zu Empathie und Autismus
In den letzten Jahren hat diese Entdeckung viel Aufsehen erregt, weil diskutiert wird,
ob mit den Spiegelzellen der Schlüssel für das Verständnis von Empathie, Sprache und darüber hinaus
für die Kultur gefunden worden sei. Auch Autismus-Symptome werden von einigen Forschern mit
einem unzureichenden Funktionieren der Spiegelneuronen in Verbindung gebracht. Diese Auffassungen
werden besonders von dem US-amerikanischen Neurologen Vilayanur S. Ramachandran vertreten.
Auf EEGs konnte er bestimmte Wellenfrequenzen finden, die bei gesunden Probanden unterdrückt
werden, wenn sie andere Menschen beobachten, bei Autisten jedoch nicht. Er wertete dies als Folge
der Aktivität von Spiegelneuronen. Allerdings muss betont werden, dass bislang wissenschaftliche Belege
für eine Beteiligung der Spiegelneuronen an Prozessen wie Empathiebildung fehlen
und für sprachliche Funktionsleistungen noch nicht in ausreichendem Maße vorliegen.

Beachtet werden muss in diesem Zusammenhang der Umstand, dass das pure Vorhandensein
eines neuronalen Korrelats keine Erklärung psychischer Gegebenheiten darstellt.

Mitarbeiter der Arbeitsgruppe von Sophie Scott vom University College London berichteten im
Dezember 2006 im Journal of Neuroscience [1], dass Spiegelneurone auch daran beteiligt seien,
dass man ‚automatisch‘ mitlache, wenn eine andere Person zu lachen beginnt. Gelächter sei
‚ansteckend‘, weil die für Spiegelneuronen bekannten Areale im prämotorischen Cortex
dann besonders aktiv seien, wenn man positive Gefühlsausdrücke beobachte.
In Experimenten hatte man Versuchspersonen Lautäußerungen vorgespielt,
die Emotionen wie Triumph, Angst, Freude oder Ekel ausdrückten.
_______________________________________________________________________________________

Zitat:
Schamgefühl

http://de.wikipedia.org/wiki/Schamgefühl

Das deutsche Wort Scham leitet sich ab von althochdeutsch scama bzw. angelsächsisch scamu.
"Scham" (lat. pudendum = „das, wessen man sich schämen sollte“) bedeutete neben „Schamgefühl“
auch „Beschämung“ oder „Schande“.


Scham als Gefühl
Das Wort hat eine seelisch-emotionale Bedeutung.
Auf Grund der menschlichen Instinktausstattung ist - neben der Angst zur unmittelbaren Überlebenssicherung
- der Wunsch nach Verbundenheit die fundamentalste menschliche Emotion.
Der Wunsch „dazu zu gehören“ (vgl. Schamkultur) sitzt so tief in der menschlichen Seele,
dass all seine latenten Auswirkungen auf das tägliche Leben unübersehbar sind.
Das gesamte Sozialverhalten eines Menschen ist von diesem Wunsch geprägt.
Daraus resultiert, dass - neben der unmittelbaren Angst in lebensbedrohenden Situationen
- die Angst vor Einsamkeit ebenfalls eine mächtige Triebfeder für menschliches Verhalten ist.

Solche Ängste manifestieren sich, je nach Art und Intensität, in Form von Emotionen,
die charakteristisch für zwischenmenschliche Beziehungen sind. Man weiß oft aus eigener Erfahrung,
wie es sich anfühlt, wenn man befürchtet, die Zugehörigkeit zu einer Person oder einer Gruppe zu verlieren.

Am schlimmsten sind die Gefühle, die ein Mensch hat, der akut befürchtet von allen anderen
verstoßen zu werden. Auf Grund des evolutionären Hintergrundes unserer Gefühle
- Verstoß aus der Gruppe bedeutete für unsere Vorfahren den sicheren Tod - wird ein solcher
Mensch diesen Verstoß um jeden Preis verhindern wollen. Welche Position immer man
mit seiner eigenen Meinung vorher vertreten hat, sie ist es garantiert nicht wert dafür zu sterben.
Mit dem Schamgefühl greift der Selbsterhaltungstrieb eines Menschen in dessen eigene Persönlichkeit ein,
und erkauft sich die Wiederaufnahme in die Gruppe - und so das eigene Überleben
- mit einer Art von innerlich erzwungener Selbstaufgabe.

Auf Grund der Bedeutung sozialer Verbundenheit zu anderen Menschen wirkt sich die Scham
nicht nur in ex post empfundenen Schamgefühlen, sondern auch präventiv in starken
Vermeidungsgefühlen aus, die auftreten wenn man sich in Gedanken mit Dingen beschäftigt,
deren Realisierung die akute Gefahr des Ausschlusses aus der Gruppe hervorbringen würde.
Deshalb spielt die Scham vor allem bei gesellschaftlichen Tabuthemen eine Rolle;
insbesondere dort wo das Individuum bei wichtigen Bedürfnissen die größte Diskrepanz
zu dem bemerkt, was gesellschaftlich akzeptiert ist.

Dies ist in hohem Maße beim Thema Sexualität der Fall. Schamgefühle stehen häufig mit
Sexualität in Verbindung, und werden deshalb auch leicht mit ihr vermischt,
bis hin zur Bezeichnung des Schoßes der Frau als „Scham“. Jedoch ist Scham nicht sexueller Natur,
sondern die Angst vor Ehrverlust in ihrer eindringlichsten Form.

Scham kann auch für die Situation oder das Verhalten eines Dritten empfunden werden.
Diese Fremdscham kommt in zwei Fallgruppen vor: Man schämt sich stellvertretend für jemanden
– vorzugsweise aus der eigenen Gemeinschaft –, der selbst keine Scham empfindet, oder man schämt
sich zusammen mit einer anderen Person. Charakteristisch für die Fremdscham ist,
dass man sich gerade nicht für sich, sein Verhalten oder eine selbst beeinflusste Situation schämt.

Körperliche Auswirkungen
Sie kann von heftigen körperlichen Symptomen wie beschleunigtem Herzschlag, Erröten
oder Schweißausbruch begleitet sein. Diese willentlich schwer kontrollierbaren Reaktionen
können selbst wieder angstauslösend sein, die übersteigerte Furcht vor unwillkürlichem Erröten
etwa wird Erythrophobie genannt.

Das Schamgefühl gehört zur psychischen Grundausstattung des Menschen.
Seine neurotische Übersteigerung oder Verlagerung ist Anzeichen einer seelischen Störung.

In der Geschichte der Menschwerdung hat das Phänomen der Scham möglicherweise mit dem
aufrechten Gang sowie mit der zeitlichen Entgrenzung der Fortpflanzungsbereitschaft
zu tun, ist allerdings auch stark kulturabhängig, was z.B. das Fehlen von Brustbedeckung in
vielen Naturvölkern zeigt.
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