 |
:: FREELANCER TEST & TIPP FORUM BLOG :: PC Freeware Specials FAQ Infos Ideen :) :: :: http://freelancer.greatboard.com ::: PC Freeware - Test - FAQ - Infos - Ideen ::: http://freelancer.forumer.com :: |
|
| Google Search |
|
Custom Search
|
|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
freelancer Site Admin

Anmeldungsdatum: 25.05.2005 Beiträge: 487 Wohnort: Wien
|
Verfasst am: So. 31-Dez-2006 (8:17) Titel: IT :::> Wie gefährdet sind unsere Daten? |
|
|
| Zitat: | Für immer und ewig - Wie gefährdet sind unsere Daten?
http://www.mr-gadget.de/?p=534
Noch nie haben wir so viele Daten gespeichert wie heute. Dennoch werden wohlmöglich Historiker, die sich in der Zukunft mit unserer Epoche beschäftigen, kaum verwertbare Informationen und Dokumente über uns finden.
.
.
.
Wir leben jedoch nicht nur in einer Ära der fast unendlichen Datenproduktion, sondern gleichzeitig im Zeitalter einer gigantischen Informationsvernichtung. Insbesondere Magnetbänder, auf denen derzeit der Großteil der Daten gespeichert werden, sind akut gefährdet. Vor allem bei Bändern, die älter als 20 Jahre sind, kann sich die Beschichtung des Trägermaterials ablösen. Die Tapes werden dadurch unbrauchbar.
Danny Hillis, Forschungschef der Walt Disney Company, sagt: “Wir haben gute Quellen aus vergangenen Zeitaltern, die auf Ton, Stein, Pergament oder Papier geschrieben wurden. Von den 1950er Jahren bis heute verschwinden aufgezeichnete Informationen mehr und mehr in einem digitalen Loch. Wissenschaftshistoriker können die technische Korrespondenz von Galileo aus dem Jahr 1590 lesen aber nicht mehr die von Marvin Minsky (einem Pionier der Forschung über die künstliche Intelligenz) aus den 1960er Jahren.”
Doch nicht nur vergleichsweise moderne Speichermedien sind gefährdet. So verrottet in vielen Bibliotheken das “Gedächtnis der Menschheit” auf Papier. “Die Katastrophe vollzieht sich langsam und leise und fast unbemerkt”, schreibt Dieter E. Zimmer in seinem Buch “Die Bibliothek der Zukunft”.
.
.
.
Zusammen mit einigen Prominenten wie dem Musiker Brian Eno, Kultautorin Esther Dyson, Kevin Kelly (Ex-Chefredakteur von “Wired”) und Disney-Forschungschef Danny Hillis rief Stewart Brand die Stiftung “Long Now Foundation” ins Leben. Die Gruppe will auf das drohende Szenario eines gewaltigen Datenverlusts in absehbarer Zukunft aufmerksam machen und für eine neue Langsamkeit werben. Als symbolkräftiges Projekt hat sich die Gruppen den Bau einer überdimensionalen mechanischen Uhr vorgenommen, die 10 000 Jahre lang die Zeit korrekt anzeigen soll.
Im Great Basin National Park im US-Bundesstaat Nevada will die “Long Now Foundation” in einer stillgelegten Silbermine eine Wissensbibliothek anlegen, die ebenfalls für die kommenden 10 000 Jahre konzipiert wurde. Die monumentale Uhr soll dafür sorgen, dass sich jemand um die bedeutungsvolle Stätte kümmert. Auf hochpolierte Nickelscheiben sollen die Inhalte, (”Das Wissen der Menschheit”) gespeichert werden, völlig analog, in für alle lesbare Buchstaben.
Die große Schrift am Rand der Scheibe wird immer kleiner und legt dem Betrachter nahe, ein Vergrößerungsglas oder Mikroskop zu verwenden, um den großen Rest lesen zu können. Der eigentliche Inhalt befindet sich in winzig kleinen Buchstaben in der Mitte de Scheibe, auf die insgesamt rund 30 000 Schreibmaschinen-Seiten passen. Zum Beschreiben der Disc wird die Nickeloberfläche mit Gallium-Ionen beschossen, die durch ein Magnetfeld gesteuert werden und ein unzerstörbares scharfes Schriftbild erzeugen.
Jim Mason, der Entwickler dieser “Rosetta Disc” orientierte sich bei seiner Arbeit an dem altägyptischen “Rosettta Stone”. Diese schwarze Basaltplatte mit einer geheimnisvollen Inschrift wurde 1799 in der Nähe der Stadt Rosette in Unterägypten gefunden. Heute befindet sie sich im British Museum in London. Mit ihrer Hilfe gelang erstmals, den Schlüssel zur Übersetzung ägyptischer Hieroglyphen zu finden und eine Sprachlücke von über 2000 Jahren zu überbrücken.
Jim Mason hat seine moderne Rosetta Disc mit einem zentralen Übersetzungsfeld ausgestattet, in dem das erste Kapitel des Alten Testaments in sieben Sprachen übersetzt steht. Damit wollte er sicher stellen, dass der Text - ähnlich wie beim Rosetta Stone - auch in mehreren tausend Jahren entschlüsselt werden kann. “Wenn es um langfristige Speicherung einfacher analoger Textdaten geht, ist die Rosetta Disc unschlagbar.” Mason sieht aber auch einen Nachteil seines Systems: “Analoge Speichersysteme sind von Natur aus statisch. Papier ist statisch, Stein noch viel mehr. Wenn man an lange Haltbarkeit denkt, muss man gewisse Dinge wie Flexibilität opfern, denn man kann die Daten dann nicht mehr bearbeiten” Die Rosetta Disc werde nie eine Datei auf einem Magnetband ersetzen können.
Christoph Dernbach
http://www.mr-gadget.de/?p=534 |
|
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|